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Große Schiebefensterfront mit schwarzem Rahmen an einem modernen Haus, im Hintergrund die verschneiten Schweizer Berge

Minergie-ECO und SNBS: Warum ist die Wahl des PVC-Profils zu einer strategischen Entscheidung geworden?

Das Wichtigste in diesem Artikel
  • Mit der Verschärfung der Minergie-ECO- und SNBS-Standards wird die Wahl des Fensterprofils zu einem echten strategischen Hebel, um die Einhaltung der Vorschriften, finanzielle Fördermittel und die Wertsteigerung von Gebäuden zu gewährleisten.
  • PVC-Profile der Klasse A ermöglichen eine hohe thermische und akustische Leistung und verringern gleichzeitig langfristig das Risiko eines „Performance Gap“.
  • Die neuen Umweltanforderungen begünstigen recycelbare Materialien, die wenig graue Energie verbrauchen und mit der Kreislaufwirtschaft vereinbar sind.
  • Die Raumluftqualität, der Komfort im Sommer und das Wohlbefinden der Bewohner sind mittlerweile zentrale Kriterien bei nachhaltigen Bauprojekten.
  • Die Zertifizierungen Minergie-ECO und SNBS können zudem den Immobilienwert eines Gebäudes steigern und den Zugang zu günstigen Finanzierungen erleichtern.

Das im Klima- und Innovationsgesetz festgelegte Ziel der CO₂-Neutralität bis 2050 sowie die steigende Nachfrage der Investoren nach CO₂-freien und gesundheitsfördernden Immobilien begünstigen einen ganzheitlichen Ansatz im Bauwesen. Energieeffizienz allein reicht mittlerweile nicht mehr aus; auch die graue Energie und der Schutz der Gesundheit der Bewohner werden zu wichtigen Kriterien für die Bewertung von Gebäuden. In diesem Zusammenhang ist ein Fenster weit mehr als nur eine einfache Öffnung: Es wird zu einem komplexen technologischen System, in dem das Profil eine zentrale Rolle spielt. Insbesondere die verschärften Anforderungen des Minergie-ECO-Labels in Verbindung mit der Harmonisierung des Schweizer Standard für nachhaltiges Bauen (SNBS 2023.1) verleiht der Auswahl der Fenster und Türen eine wahrhaft strategische Dimension. Für Architekten, Fensterbauer und Bauherren ist die Wahl des Profils nicht mehr nur eine Frage der Optik oder der unmittelbaren Kosten. Sie ist ein grundlegender Hebel, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten, Fördermittel zu maximieren und den Vermögenswert der Immobilien langfristig zu sichern

I. Normative und administrative Konvergenz: für eine präzisere und effizientere Planung

Die Überarbeitung des SNBS 2023.1 vom 22. Februar 2024 markierte einen wichtigen Meilenstein: die Angleichung seiner Kriterien an diejenigen von Minergie-ECOhat ein kompatibles, einheitliches und für Planer vereinfachtes Zertifizierungssystem geschaffen. 

Diese Konvergenz stützt sich auf eine gemeinsame „Label-Plattform“, um den gegenseitigen Datenaustausch zwischen Minergie und dem SNBS zu gewährleisten. Künftig fungiert das Fensterprofil als technischer „Ankerpunkt“, der mehrere Leistungsindikatoren gleichzeitig erfüllen kann. Der wichtigste strategische Vorteil dieser Entwicklung liegt in der Verwendung bereits zertifizierter Komponenten. Dies gilt beispielsweise für die in den VEKA 82 MD-Profilen verwendeten Komponenten , dem einzigen PVC-Produkt in der Schweiz, das mit Eco1 klassifiziert ist. Da diese Produkte von Haus aus die strengsten Kriterien hinsichtlich Schadstoffen und grauer Energie erfüllen, ermöglichen sie Architekten eine Planung „ohne Berechnungen“. Das Fehlerrisiko bei Audits wird dadurch erheblich reduziert.

II. Technische Leistungsfähigkeit und Klimaresilienz: Vermeidung der „Leistungslücke“

Da Dreifachverglasungen zunehmend zum Standard werden, stellt der Rahmen (Uf) den kritischsten Punkt der thermischen Hülle dar. Bei Projekten Minergie-P, bei denen der Wärmebedarf auf 60 % der Norm SIA 380/1 begrenzt ist, ist die Bedeutung des Rahmens entscheidend, um Wärmeverluste zu vermeiden. Das Ziel ist es, einen Gesamt-Uw-Wert von höchstens 0,8 W/m² K zu erreichen. Die Wahl eines Profils der Klasse A ist daher von strategischer Bedeutung. Damit lässt sich das berühmt-berüchtigte „Performance Gap“ eindeutig vermeiden, da eine mangelhafte Dichtheit zu einem Anstieg des tatsächlichen Heizenergieverbrauchs um 44 % führen kann. Die erhöhte Steifigkeit der 3-mm-Wände und die für Profile der Klasse A typischen Stahlverstärkungen sind hier entscheidend. Sie garantieren, dass das Fenster auch bei extremen Windlasten seine Dichtheit behält – und das über mehr als 40 Jahre hinweg. Dabei ist zu beachten, dass die Domofen-Profile der Klasse A Uw-Werte von bis zu 0,62 W/m²K erreichen, was deutlich über den strengsten Anforderungen liegt. Angesichts des Klimawandels gewährleistet das Profil zudem thermische Widerstandsfähigkeit im Sommer. Zur Erinnerung: Minergie begrenzt die Überhitzung nun auf 100 Stunden pro Jahr bei Temperaturen über 26,5 °C. Dank hoher thermischer Stabilität und UV-Beständigkeit, die eine Verformung der Rahmen verhindert, eignen sich die hochwertigen PVC-Profile besonders gut, um diese Vorgabe zu erfüllen und die Energiebilanz des Gebäudes zu sichern.

Vergleich zwischen einem PVC-Profil der Klasse A und einem Profil einer niedrigeren Klasse

III. Gesundheit und Wohlbefinden: Aufwertung durch Nutzung

Das Minergie-ECO-Label schreibt zudem ein strenges Management der Raumluftqualität vor. Da das Veka bleihaltige Stabilisatoren durch Kalzium-Zink ersetzt , Veka es diese Anforderung. Es garantiert somit die Abwesenheit von Schwermetallen oder VOC (flüchtige organische Verbindungen). Das Kriterium SNBS 147 mit dem Titel „Lärmschutz“ macht den akustischen Komfort ebenfalls zu einem nicht zu vernachlässigenden Faktor für die Rentabilität von Immobilien, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten. Durch den Einsatz von Profilen mit Dreifachdichtungen und dicken Wänden, wie sie von Domofen angeboten werden, lassen sich Schalldämmwerte von 46 dB erreichen. 

Schließlich steht die Optimierung des Tageslichts nun im Mittelpunkt von Minergie-ECO, das eine Eigenversorgung von 50 % vorschreibt. Als Antwort auf das Kriterium 146 des SNBS zum Wohlbefinden der Bewohner zielen die Innovationen , die wir kontinuierlich an unseren Profilen vornehmen , genau darauf ab , die sichtbaren Flächen zu reduzieren, um die Glasfläche zu vergrößern, ohne dabei Abstriche bei der Dämmung zu machen. 

IV. Kreislaufwirtschaft und regionaler Mehrwert: der Lebenszyklusansatz

Auch der Übergang zur Kreislaufwirtschaft verändert die Konzeption von Fenster- und Türkonstruktionen. Die Wahl des Profils wirkt sich direkt auf das Kriterium der „Systemtrennung“ (SNBS 213) aus , das darauf abzielt, Gebäude anpassungsfähig und leicht reparierbar zu machen. Die lösbaren Befestigungen der Profile erleichtern nämlich die Demontage, ohne die tragende Struktur zu beschädigen. Hinzu kommt ein wesentlicher, aber oft wenig beachteter Aspekt: Modernes PVC kann bis zu siebenoder sogar 9 Mal in den Kern neuer coextrudierter Profile integriert werden, ohne dass die mechanische Qualität beeinträchtigt wird.


Das SNBS-231 -Kriterium legt besonderen Wert auf die regionale Wertschöpfung. Die Entscheidung für eine Schweizer Fertigung reduziert die durch den Transport verursachte „graue Energie“. Dies unterstützt die lokale Wirtschaft und gewährleistet einen äußerst reaktionsschnellen Kundendienst. Genau das ist der Grund, warum sich Domofen dafür entschieden hat, sich ausschließlich auf seinen Heimatmarkt zu konzentrieren.

Es ist zu beachten, dass die Domofen-Produkte mit der KBOB-Datenbank, dem offiziellen Referenzwerk für Ökobilanzdaten in der Schweiz, konform sind. Diese ermöglicht es Planern insbesondere, die Umweltauswirkungen von Produkten zu vergleichen, um die Konformität eines Gebäudes mit den Anforderungen der Labels Minergie-Eco und SNBS nachzuweisen.

Schematische Darstellung des kreislauforientierten Lebenszyklus von PVC, das bis zu neunmal recycelbar ist

V. Das Profil als Finanzinstrument für Immobilienprojekte

Angesichts der sich wandelnden Rechtslage stellt die Einhaltung von Vorschriften nicht mehr nur einen Kostenfaktor dar, sondern einen greifbaren finanziellen Vermögenswert. Es zeigt sich, dass der Erwerb einer Minergie-P-ECO- oder SNBS-Zertifizierung den Marktwert einer Immobilie im Durchschnitt um 3,5 % ( bei Mehrfamilienhäusern) bis 7 % ( bei Einfamilienhäusern) steigert. 

Schweizer Banken gewähren zudem „grüne“ Hypotheken mit Rabatten von bis zu 60 Basispunkten für zertifizierte Gebäude. Einige Kantone bieten zudem erhöhte Förderbeiträge von bis zu 60 CHF/m² für den ECO-Standard an.

Infografik zu den finanziellen Vorteilen einer Minergie-ECO- und SNBS-Zertifizierung

Letztendlich ist die strategische Entscheidung für PVC-Profile heute eine echte Notwendigkeit, die sich aus dem Zusammenspiel von gesundheitlichen, ökologischen und finanziellen Anforderungen ergibt. Um die Nachhaltigkeit ihrer Immobilien zu gewährleisten, liegt es im Interesse der Marktteilnehmer, nicht nur Profilen der Klasse A den Vorzug zu geben, sondern auch die Eco1-Zertifizierung zu verlangen und die lokale Produktion zu fördern. Nur ein solches Maß an Anspruch ist wirklich in der Lage, die finanzielle Rendite und die rechtliche Konformität eines nachhaltigen Immobilienbestands zu sichern. 

Eine Frage zum Thema?

Klare und praktische Tipps zum besseren Verständnis, zur Auswahl und Pflege Ihrer Türen und Fenster, sowohl beim Neubau als auch bei der Renovierung.

Hat die Wahl des PVC-Profils Einfluss auf die Minergie-ECO-Zertifizierung?

Ja. Minergie-ECO ergänzt die energetischen Kriterien von Minergie um Anforderungen in den Bereichen Gesundheit, Ökologie und Materialien. Das Profil wird in diesen drei Bereichen bewertet: thermische Leistung, Zusammensetzung (frei von bedenklichen Stoffen) und Recyclingfähigkeit. Ein Profil, das diesen Anforderungen nicht entspricht, kann dazu führen, dass die Zertifizierung eines ansonsten gut konzipierten Bauwerks scheitert.

Was ist der SNBS-Standard und inwiefern betrifft er Fenster?

Der SNBS (Schweizer Standard für nachhaltiges Bauen) bewertet ein Gebäude hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und sozialer Verträglichkeit über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Bei Fenstern werden die Energieeffizienz, die Nachhaltigkeit des Materials, die regionale Herkunft und die Gesundheit der Bewohner berücksichtigt. Das Profil erfüllt mehrere dieser Kriterien gleichzeitig.

Hängt der Zugang zu kantonalen Fördermitteln vom Profil ab?

Oftmals ja. Mehrere Kantone knüpfen ihre Fördermittel an das Erreichen eines Labels (Minergie, Minergie-ECO) oder an bestimmte Leistungsgrenzwerte. Ein Profil, mit dem diese Grenzwerte nicht erreicht werden können, kann zum Verlust des Anspruchs auf Fördermittel für energetische Sanierungen führen.

Was ist die „Performance Gap“ und wie lässt sie sich vermeiden?

Dies ist die Differenz zwischen der berechneten Leistung eines Gebäudes und seiner tatsächlichen Leistung nach der Fertigstellung. Sie ist häufig auf Wärmebrücken, Undichtigkeiten oder ein Profil zurückzuführen, das hinter den Annahmen zurückbleibt. Ein leistungsfähiges und fachgerecht verlegtes Profil verringert diese Differenz und gewährleistet die Konformität.

Warum sollte man das Profil als Finanzanlage betrachten?

Ein den Gütesiegeln entsprechendes Profil schützt den Wert der Immobilie: Es sichert die Zertifizierung, den Zugang zu Fördermitteln und die Gewährleistung für das Bauwerk und begrenzt das Risiko einer Wertminderung angesichts immer strengerer Normen. Umgekehrt wird ein Profil, das die Anforderungen nicht erfüllt, bei einem Wiederverkauf oder einer Refinanzierung zu einer Belastung.

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