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Wohnzimmer mit freiliegendem Dachstuhl und großem, zum Land hin öffnendem Giebel-Fenster

Wie und warum trägt PVC dazu bei, den CO₂-Fußabdruck von Gebäuden zu verringern?

Von
Fabrice Beynon
·
Aktualisiert am
10. August 2026
·
6 Minuten Lesezeit
Das Wichtigste in diesem Artikel
  • PVC besteht zu 57 % aus Meersalz und benötigt bei der Herstellung dreimal weniger Energie als ein Standardfenster aus Aluminium.
  • Die Profile erreichen einen U-Wert von bis zu 0,63 W/(m²K) und übertreffen damit die Anforderungen des Schweizer Passivhausstandards.
  • Im Gegensatz zu imprägniertem Holz erfordert PVC keinerlei chemische Pflege und lässt sich bis zu sieben Mal mechanisch recyceln, ohne dass dabei seine Eigenschaften beeinträchtigt werden.
  • Die HFL-Technologie ermöglicht es, eine holzähnliche Optik zu erzielen und gleichzeitig die Umweltverträglichkeit zu verbessern.
  • Die Profile der Klasse A verfügen über Verstärkungen aus verzinktem Stahl, die die Dichtigkeit über mehrere Jahrzehnte hinweg gewährleisten und das Risiko eines Leistungsabfalls ausschließen.

Polyvinylchlorid (PVC) stößt sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei Fachleuten nach wie vor auf Vorbehalte, da es manchmal vorschnell mit den Umweltproblemen in Verbindung gebracht wird, die durch Einwegkunststoffe verursacht werden. Tatsächlich sollte diese Sichtweise grundlegend überdacht werden, da die strengsten Lebenszyklusanalysen (LCA) eine äusserst positive Ökobilanz für dieses Material ergeben , insbesondere wenn es für langlebige Aussenfenster und -türen verwendet wird.In der Schweiz ist im Rahmen der Normen SIA 380/1 und der MoPEC 2014 die Wahl der für Fenster und Türen verwendeten Materialien zu einem wichtigen Hebel für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes geworden. Das im Klimagesetz festgelegte Ziel der CO₂-Neutralität bis 2050 in Verbindung mit der steigenden Nachfrage von Investoren nach CO₂-freien Immobilien begünstigt einen ganzheitlichen und rationalen Ansatz im Bauwesen. Ein Fenster ist heute weit mehr als nur eine einfache Öffnung: Es wird zu einem komplexen technologischen System, in dem das Profil eine zentrale Rolle in der Dekarbonisierungsstrategie spielt. Genau hier kommt PVC ins Spiel.

PVC – ein Verbündeter bei der Dekarbonisierung des Bauwesens

Eine CO₂-arme Fertigung, nachhaltige Leistung und eine führende Rolle in der Kreislaufwirtschaft.

57 %

Meersalz

Es besteht zum Großteil aus einem reichlich vorhandenen mineralischen Rohstoff und hat nichts mit der Petrochemie allein zu tun.

Weniger Energie als Aluminium

Die industrielle Verarbeitung erfordert deutlich weniger graue Energie als die von Metallen.

0,62 W/m²K

Rekordisolierung

Senkt den Heizbedarf – der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden.

7 Mal

In einem geschlossenen Kreislauf recycelbar

PVC kann für denselben Verwendungszweck bis zu sieben Mal eingeschmolzen und neu geformt werden, ohne dass es zu einem nennenswerten Verlust an Eigenschaften kommt.

0 Blei

Kalzium-Zink-Stabilisatoren

Eine blei- und schwermetallfreie Rezeptur für gesunde Raumluft.

-90 %

Energie beim Recycling

Die Herstellung aus recyceltem PVC spart fast die gesamte ursprünglich aufgewendete Energie ein.

Vergleich der Umweltauswirkungen und der Leistungsmerkmale der drei Werkstoffe
KriteriumPVC (zertifizierte Produktreihe Eco1)MassivholzAluminium mit thermischer Trennung
Wärmedämmung (Uw)Hervorragend (bis zu 0,62 W/m²K)Sehr gut (0,6 bis 0,9 W/m²K)Mäßig bis gut (1,2 bis 1,4 W/m²K)
RecyclingkapazitätBis zu 7 Zyklen für denselben VerwendungszweckSchwierig, wenn das Holz behandelt istHervorragend, aber energieintensiv
WartungNahezu nullSehr hochNahezu null

Richtwerte; der Uw-Wert hängt von der Verglasung und den Abmessungen des Flügels ab.

PVC: ein von Natur aus „kohlenstoffarmes“ Material

Eine einzigartige Hybridzusammensetzung

Die ökologische Besonderheit von PVC liegt in erster Linie in seiner ursprünglichen chemischen Zusammensetzung. Im Gegensatz zu Polymeren, die vollständig aus der Petrochemie stammen, besteht PVC zu 57 % aus Meersalz (Natriumchlorid, einem reichlich vorhandenen mineralischen Rohstoff) und zu nur 43 % aus Erdölderivaten (Ethylen). Diese hybride Zusammensetzung macht es von Natur aus zu einem der Kunststoffe, die am wenigsten von fossilen Ressourcen abhängig sind. Darüber hinaus ermöglicht die jüngste Entwicklung biobasierter Ethylenarten aus nachwachsenden pflanzlichen Reststoffen eine weitere Verringerung des anfänglichen CO₂-Fußabdrucks des Rohmaterials.

Energieeffizienz in der Industrie

Aus thermodynamischer Sicht ist die industrielle Verarbeitung von PVC deutlich energieeffizienter als die von Metallen. Der Extrusionsprozess der Profile erfolgt bei moderaten Temperaturen zwischen 160 °C und 200 °C, wodurch der Verbrauch an „grauer Energie“ bei der Herstellung begrenzt wird. Zum Vergleich: Die Herstellung eines PVC-Fensters erfordert dreimal weniger Energie als die eines Standard-Aluminiumfensters. Der durchschnittliche CO₂-Fußabdruck eines Standard-PVC-Fensters wird je nach Ausführung auf 58 kg bis 116 kg CO₂ geschätzt. Jüngste Innovationen bei der Einbindung von recycelten Materialien haben es sogar ermöglicht, Produktreihen zu entwickeln, deren Treibhausgasbilanz auf nur 42,9 kg CO₂ reduziert wurde.

PVC vs. Holz: Ein Vergleich über den gesamten Lebenszyklus hinweg

Herausforderungen auf lange Sicht: PVC hat die Nase vorn

Die Wahl eines Tischlerbetriebs beruht auf einem komplexen Kompromiss zwischen thermischer Leistung, Nachhaltigkeit, wirtschaftlichen Zwängen und allgemeinen Umweltanforderungen. Auch wenn Massivholz dank der biogenen Kohlenstoffspeicherung zunächst eine hervorragende Ökobilanz aufweist, stellt es langfristig eine andere Herausforderung dar.

Das größte Problem bei Holz ist seine Anfälligkeit gegenüber Witterungseinflüssen (Regen, UV-Strahlung, Frost). Um mehrere Jahrzehnte lang zu halten, muss ein Holzfenster alle 7 bis 10 Jahre einer regelmäßigen chemischen Behandlung (Schleifen, Lasieren, Streichen oder Behandeln mit Fungiziden) unterzogen werden. Diese wiederholten Behandlungen verursachen eine nicht zu vernachlässigende kumulative Umweltbelastung und können flüchtige organische Verbindungen (VOC) in die Wohnräume abgeben.

Die einfache Pflege von PVC

Im Gegensatz dazu ist PVC unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Es erfordert keine weitere Pflege als eine einfache Reinigung mit Seifenwasser und behält seine mechanischen Eigenschaften ohne chemische Veränderungen bei. Am Ende seiner Lebensdauer lässt sich behandeltes Holz oft nur schwer als Werkstoff verwerten und wird größtenteils verbrannt, während PVC ohne Verlust seiner Eigenschaften mechanisch recycelt werden kann, um neue Profile herzustellen.

Bessere thermische Eigenschaften als Holz

In thermischer Hinsicht bietet PVC eine bessere Dämmleistung als herkömmliches Massivholz und ist mit den besten Holzarten vergleichbar. Ein weiterer Vorteil von PVC: Es verhindert Verformungen der Rahmen, die langfristig die Dichtigkeit beeinträchtigen könnten.

Hochwertige PVC-Profile, wie sie beispielsweise von Domofen angeboten werden, erreichen mit einer Dreifach-Isolierverglasung einen Uw-Wert von bis zu 0,63 W/(m²K). PVC verfügt zudem über eine extrem niedrige natürliche Wärmeleitfähigkeit, was es zum Rahmenmaterial mit der besten intrinsischen Dämmleistung macht. Im Gegensatz zu Holz, das ein massiver Werkstoff ist, sind PVC-Profile hohl und in mehrere Luftkammern unterteilt. Diese Luftkammern wirken wie aufeinanderfolgende Wärmebarrieren, die den Wärmeverlust bremsen.

Die HFL-Innovation: die Ästhetik von Holz ohne dessen Einschränkungen

Ein häufig vorgebrachtes Argument für Massivholz ist seine traditionelle und wohnliche Optik. Domofen überwindet diese Hürde dank der HFL-Technologie (Holz Fenster Look). Diese innovative Bearbeitungstechnik ermöglicht die Herstellung rechtwinkliger Eckverbindungen, die die Zapfenverbindung klassischer Holzfenster täuschend echt nachahmen – im Gegensatz zu den bei PVC üblichen schrägen Verbindungen.

Diese Endbearbeitung, die auf einem hochpräzisen, automatisierten Maschinenpark durchgeführt wird, garantiert eine perfekte Wasser- und Winddichtigkeit sowie ein makelloses Erscheinungsbild. Für den Eigentümer ist dies die ideale Lösung: Er profitiert vom optischen Charme des Holzes und gleichzeitig von den hervorragenden Wärmedämmeigenschaften,dem völligen Verzicht auf chemische Pflege sowie der 100-prozentigen Recyclingfähigkeit von modernem PVC.

Die Nutzungsphase: PVC als Schutzschild gegen die „Performance Gap“

Die hervorragenden Dämmeigenschaften von PVC

Der Großteil der CO₂-Emissionen eines Gebäudes entsteht durch den Energieverbrauch für die Heizung. PVC bietet aufgrund seiner von Natur aus geringen Wärmeleitfähigkeit die beste Dämmleistung unter den Rahmenmaterialien. Domofen-PVC-Profile erreichen beispielsweise extrem niedrige Gesamtwärmedurchgangskoeffizienten (Uw) von bis zu 0,63 W/(m²K) und übertreffen damit die Anforderungen des Passivhausstandards.

Unsichtbare Verluste vermeiden

Eine zentrale Herausforderung, insbesondere für Architekten, besteht in der Beseitigung des „Performance Gap“ (Leistungslücken), also der Differenz zwischen dem theoretischen Energieverbrauch und dem tatsächlich gemessenen Verbrauch. Schon eine minimale Verformung der Rahmen durch Sonneneinstrahlung oder Frost kann die Luftdichtheit beeinträchtigen und den tatsächlichen Heizenergieverbrauch eines Gebäudes um bis zu 44 % erhöhen . Hinzu kommt, dass ein zu großer Abstand zwischen den verschiedenen Fassadenkomponenten zu Problemen mit Wärmebrücken und Kondensationsrisiken führt.

Um die Konstruktionen vor diesem Risiko zu schützen, zeichnen sich Profile der Klasse A, wie sie von Domofen verwendet werden, durch Außenwände mit einer Dicke von 3,0 mm aus und verfügen über durchgehende Verstärkungen aus verzinktem Stahl. Diese mechanische Stabilität verhindert jegliche thermische Verformung und gewährleistet die Dichtheit der Fugen über mehrere Jahrzehnte hinweg. So wird sichergestellt, dass die bei der Planung vorgesehenen Einsparungen beim betrieblichen CO₂-Ausstoß tatsächlich erreicht werden.

Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit: Die unterschätzten Vorteile von PVC

Der Recycling-Champion

PVC ist ein in hohem Maße recycelbarer Thermoplast. Im Gegensatz zu Aluminium kann PVC bis zu sieben Mal eingeschmolzen und neu geformt werden, ohne dass sich seine molekulare Steifigkeit nennenswert verändert. Ein hochwertiges Fenster hat eine Lebensdauer von 40 Jahren: Das gleiche Material kann somit über mehrere Generationen hinweg in der Baubranche zum Einsatz kommen.

Das Recycling von PVC stellt somit eine enorme Energieeinsparungsmöglichkeit dar, zumal die Verarbeitung von recyceltem PVC-Granulat (rPVC) im Vergleich zur Synthese von Neu-Polymer bis zu 90 % weniger Energie erfordert. Diese Effizienz senkt den CO₂-Fußabdruck jeder neuen Generation von PVC-Fenstern und -Türen drastisch.

Der Domofen-Ansatz: Umweltfreundlichkeit und kurze Lieferwege

Domofen hat sich dafür entschieden, seine gesamte Produktion in Courgenay zu konzentrieren, um das Kriterium SNBS 231 hinsichtlich der regionalen Wertschöpfung zu erfüllen und die mit dem Transport verbundene graue Energie im Vergleich zu importierten Produkten zu minimieren.

Das Engagement von Domofen für die Dekarbonisierung erstreckt sich auf die gesamte industrielle Infrastruktur des Unternehmens. So ist das Dach der Produktionsstätte mit 1.160 Photovoltaik-Solarmodulen bedeckt, die eine Menge an CO₂-freiem Strom erzeugen, die dem sechsfachen Jahresverbrauch unserer Industriemaschinen entspricht. Dieser Überschuss, der in das lokale Stromnetz eingespeist wird, gewährleistet die Energieneutralität des gesamten Montageprozesses unserer Fenster.

Schließlich zeichnet sich Domofen durch die Verwendung von VEKA Profilen VEKA Eco1-Zertifizierung aus. Diese Entscheidung vereinfacht die Auditverfahren für die Erlangung der Minergie-ECO- oder SNBS-Zertifizierungen für Gebäude und schützt die Gesundheit der Bewohner, da jegliche Freisetzung von VOC ausgeschlossen ist.

Das Kriterium SNBS 231 ist integraler Bestandteil des Schweizer Standards für nachhaltiges Bauen (SNBS 2023.1). Sein Hauptziel besteht darin, die regionale Wertschöpfung und die territoriale Verankerung eines Immobilienprojekts zu fördern.

Dieses Kriterium bewertet die Versorgung über kurze Lieferketten, die Reduzierung der grauen Energie sowie die Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Für einen Architekten oder Bauherrn bedeutet die Entscheidung für lokal hergestellte Fenster und Türen, dass diese Anforderung direkt erfüllt wird und gleichzeitig ein reaktionsschneller Kundendienst gewährleistet ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass modernes PVC heute den besten Kompromiss zwischen Anschaffungskosten, nachhaltiger thermischer Leistung und echter Recyclingfähigkeit darstellt. Es verbindet eine unübertroffene Energieeffizienz während der Nutzungsphase mit der Möglichkeit einer generationenübergreifenden Wiederverwendung in einem geschlossenen Kreislauf.

Hinzu kommt, dass ein zertifiziertes PVC-Fenster über den ökologischen Aspekt hinaus ein nachhaltige finanzielle Investition. Es steigert den Marktwert einer Immobilie (bis zu 7 % bei Einfamilienhäusern) und erleichtert den Zugang zu erhöhten kantonalen Fördermitteln sowie zu vorteilhaften grünen Hypotheken. Wer sich für Domofen-PVC entscheidet, wählt letztlich eine Schweizer Lösung, die nachhaltig, leistungsstark und umweltbewusst ist und den Wert des Gebäudebestands für die kommenden Jahrzehnte sichert.

Eine Frage zum Thema?

Klare und praktische Tipps zum besseren Verständnis, zur Auswahl und Pflege Ihrer Türen und Fenster, sowohl beim Neubau als auch bei der Renovierung.

Warum verringert die Zusammensetzung von PVC die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen?

PVC besteht aus einem mineralischen Anteil, der aus Salz gewonnen wird, und einem Anteil, der aus Ethylen stammt. Seine Herstellung ist daher weniger von fossilen Ressourcen abhängig als die vieler anderer Polymere, die vollständig aus Erdöl hergestellt werden.

Ist die Herstellung von PVC sehr energieintensiv?

Die Extrusion von PVC-Profilen erfolgt bei einer deutlich niedrigeren Temperatur als die Verarbeitung von Metallen wie Aluminium. Durch diesen Unterschied wird der Energiebedarf für die Herstellung des Rahmens reduziert.

Wie viel Pflege benötigt ein PVC-Fenster?

PVC darf nicht neu gestrichen werden. Eine Reinigung mit Seifenwasser und die normale Pflege der Beschläge und Dichtungen reichen in der Regel aus, um das Aussehen und die Funktionsfähigkeit zu erhalten.

Warum fließt die Nutzungsphase in den CO₂-Fußabdruck ein?

Ein Großteil der Emissionen eines Gebäudes entsteht durch die Heizung. Ein gut gedämmtes und fachgerecht eingebautes Fenster reduziert den tatsächlichen Wärmeverlust über Jahrzehnte hinweg, was sich erheblich auf die gesamte Umweltbilanz auswirkt.

Wie oft kann PVC aus Fenstern recycelt werden?

Domofen recycelt das Material bis zu sieben Mal. Das zurückgewonnene PVC kann zerkleinert, wiederaufbereitet und in die Innenkammern neuer Profile eingearbeitet werden, während die sichtbaren Oberflächen mit einer geeigneten Deckschicht versehen werden.

Was spricht für eine Produktion in Courgenay?

Eine zentralisierte Produktion in Courgenay verkürzt die Transportwege im Vergleich zu Importen aus weiter entfernten Regionen und erleichtert die Rückverfolgung der Materialien. Sie trägt zudem zur regionalen Wertschöpfung bei, die von bestimmten Schweizer Standards berücksichtigt wird.

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