
Eco1, Eco2, Ecobau: Das Schweizer Zertifizierungssystem verstehen, um den Wert von Gebäuden zu steigern
Derzeit ist im Schweizer Immobiliensektor ein struktureller Wandel zu beobachten. Angetrieben von den im Klima- und Innovationsgesetz festgelegten Zielen der CO₂-Neutralität bis 2050 wird die Auswahl der Baukomponenten zum Dreh- und Angelpunkt für die finanzielle Wertsteigerung, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Rechtssicherheit von Bauwerken. Genau hier werden die Zertifizierungen Eco1, Eco2 und Ecobau unverzichtbar und setzen neue Maßstäbe für den Immobilienwert in der Schweiz. Zunächst ein Blick auf den Kontext: Es ist eine beispiellose Annäherung zwischen Bundesgesetzen, kantonalen Vorschriften und einer Überarbeitung des rechtlichen Rahmens rund um die Baugewährleistungen zu beobachten. Tatsächlich stellt der Gebäudebestand einen wichtigen Hebel für die Dekarbonisierung dar, da er allein etwa ein Drittel der in der Schweiz verzeichneten Treibhausgasemissionen ausmacht. Das Jahr 2026 markiert somit einen entscheidenden Wendepunkt für alle Akteure der Baubranche.
Die Hierarchie der Vorschriften: Auf dem Weg zur Exzellenz
Bei der Leitung eines Bau- oder Renovierungsprojekts muss man natürlich die verschiedenen Ebenen von Auflagen unterscheiden, die den Schweizer Markt prägen. Das System gleicht einer pyramidenförmigen und hierarchischen Anordnung von Vorschriften, wobei die verbindlichen gesetzlichen Grundlagen durch freiwillige Hochleistungsstandards ergänzt werden.
Die verbindliche Grundlage: MoPEC 2025
Die am 29. August 2025 verabschiedete Mustervorschrift für die Energieeffizienz der Kantone (MoPEC 2025) stellt die einzige rechtsverbindliche Grundlage für die Energieeffizienz dar. Zum ersten Mal legt sie Grenzwerte für die graue Energie fest, deren Einhaltung Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung ist.
Zur Erinnerung: Die graue Energie ist die Summe der „unsichtbaren“ Energien, die für die Gewinnung, Herstellung, den Transport, die Entsorgung, die Wiederaufbereitung oder die Verwertung von Materialien verbraucht werden. Gemäß der neuen Norm SIA 390/1, die im Februar 2025 veröffentlicht wurde, muss die CO₂-Bilanz über einen Lebenszyklus von 60 Jahren nachgewiesen werden. In einem modernen, gut gedämmten Gebäude kann diese Energie bis zu 80 % der gesamten CO2-Bilanz ausmachen. Die MoPEC 2025 verwandelt Gebäude zudem in „Energiehubs“, indem sie die Stromerzeugung vor Ort vorschreibt und den Verzicht auf fossile Energien verlangt.

Freiwillige Qualitätssiegel: Minergie-ECO
Exzellenz beruht zudem auf der Synergie zwischen zwei unverzichtbaren Akteuren im Bereich der Energie- und Umweltzertifizierung von Gebäuden: Minergie und Ecobau. Minergie ist für die Gesamtenergieeffizienz zuständig und hat bereits mehr als 58.700 Gebäude zertifiziert (Stand 2024). Der Minergie-P-Standard, der für Gebäude mit sehr niedrigem Energieverbrauch gilt, schreibt strenge Grenzwerte für den Wärmebedarf vor, die auf 60 % des Grenzwerts der Norm SIA 380/1 festgelegt sind. Er berücksichtigt nicht nur die Leistung, sondern auch den Gesamtkomfort des Gebäudes.
Zur Erinnerung: Die Norm SIA 380/1 dient der Berechnung des Heizwärmebedarfs unter Berücksichtigung der Wärmeverluste durch Wärmeleitung und der Sonneneinstrahlung durch die Fenster. Sie legt Grenzwerte fest, die je nach Gebäudekategorie und Standard-Raumtemperatur variieren.
Die Ergänzung ECO, das aus einer Zusammenarbeit mit dem Verein Ecobau hervorgegangen ist, ergänzt die Minergie-Zertifizierungen um gesundheitliche (Luftqualität, Tageslicht), ökologische und umweltbezogene Kriterien (graue Energie, Kreislaufwirtschaft). Ecobau klassifiziert die Materialien gemäß seinem Verzeichnis „ecoProduits “: Eco1, Eco2 und ecoBase.
- Das Eco1-Label wird an die besten Produkte jeder Materialkategorie vergeben , die den höchsten ökologischen und umweltbezogenen Anforderungen entsprechen und strenge Kriterien hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft erfüllen.
- Das Label „Eco2“ kennzeichnet Produkte mit guten ökologischen Eigenschaften, die umweltfreundlich sind, ohne jedoch in allen Bereichen Spitzenleistungen zu beanspruchen.
- ecoBase bezeichnet Produkte, die die grundlegenden ökologischen Anforderungen erfüllen und mindestens alle Ausschlusskriterien des Minergie-ECO-Labels einhalten.
Fälligkeit 2026: Umgang mit dem Wertminderungsrisiko
Das Jahr 2026 markiert den Übergang zu einem dynamischen Streben nach Nachhaltigkeit bei Schweizer Gebäuden, wobei Eigentümer, Architekten und Bauträger zu ständigen Verbesserungen verpflichtet sind.
Der Weg zur Dekarbonisierung bei Ecobau
Ecobau hat beschlossen, die zulässigen Grenzwerte für graue Energie und Treibhausgasemissionen ab dem 1. Januar 2026 jährlich um 3 Prozentpunkte zu senken. Ein Produkt, das heute als Eco1 eingestuft ist, muss daher kontinuierliche Innovationen nachweisen, um in den folgenden Jahren nicht in die Klassen Eco2 oder ecoBase herabgestuft zu werden. Für den Investor birgt ein Gebäude, das diesen Kurs nicht vorsieht, das Risiko einer raschen Veralterung und eines sofortigen „braunen Wertabschlags“ auf seinen Marktwert.
Die Reform des Obligationenrechts (OR 2026)
Eine weitere wesentliche Änderung ist am 1. Januar 2026 in Kraft getreten: die Revision des Obligationenrechts bezüglich der Gewährleistungsrechte im Werkvertrag. Künftig verlängert sich die Frist für die Mängelanzeige von „unverzüglich“ auf 60 Tage nach der Feststellung, und der Anspruch auf Nachbesserung wird bei Bauwerken, die weniger als zwei Jahre alt sind, zwingend vorgeschrieben. Diese verschärften Vorschriften sollen Planer dazu anhalten, Bauteile mit zertifizierter Zuverlässigkeit (Stufe Eco1) zu verlangen, um das Risiko umfangreicher Nacharbeiten für die Bauunternehmer zu minimieren.
Die Hebelwirkung von Gütesiegeln
Angesichts der sich wandelnden regulatorischen Rahmenbedingungen stellt Compliance nicht mehr nur einen Kostenfaktor dar, sondern einen greifbaren finanziellen Vermögenswert. Schweizer Banken (UBS, ZKB, BCBE) gewähren nun grüne Hypotheken mit Zinsrabatten von bis zu 60 Basispunkten (0,6 %) für Minergie-ECO-Zertifizierungen. Gleichzeitig bieten Kantone wie Waadt erhöhte Subventionen von bis zu +60 CHF/m² für den Minergie-P-ECO-Standard an.

Die Vorteile von PVC im neuen regulatorischen Umfeld: Leistungsfähigkeit und Kreislaufwirtschaft
Die Außenbauelemente, insbesondere Türen und Fenster, gehören nach wie vor zu den Bereichen mit dem höchsten „grauen Energieverbrauch“ und sind daher besonders stark von den Anforderungen der CO-Vorgaben für 2026 betroffen. In diesem Zusammenhang hat die Wahl des Materials direkten Einfluss auf die Erlangung der Eco1-Zertifizierung.
Der Zugang zur Stufe Eco1
Die PVC-Profile Veka langjähriger Partner von Domofen) sind die einzigen in der Schweiz, die über die Eco1-Zertifizierung verfügen. Dank der Schwermetallfreiheit (bleifrei) in Verbindung mit einer ressourcenschonenden Produktion Veka die Ökobilanz der Veka über den gesamten Lebenszyklus hinweg der von Holz oder Aluminium weit Veka oder übertrifft diese sogar.
PVC – ein wichtiger Akteur in der Kreislaufwirtschaft
PVC ist zudem zu 100 % im geschlossenen Kreislauf recycelbar. In den Recyclingprozessen wird das Material aus alten Fenstern ohne Verlust der mechanischen Eigenschaften wieder in den Kern neuer Profile integriert. Schließlich verbraucht die Verarbeitung von recyceltem PVC deutlich weniger Energie als die von Neuware und ist eine hervorragende Lösung zur Erreichung der von Ecobau vorgeschriebenen jährlichen Reduktionsziele von 3 %.
Domofen: Die zentrale Anlaufstelle für Compliance in der Westschweiz
Angesichts der Komplexität der neuen Normen rückt die Wahl der Partner in den Mittelpunkt jeder Immobilienstrategie. Domofen verdeutlicht diesen Wandel, indem es die Wertschöpfungskette absichert.
Absolute Beherrschung des Eco1-Standards
Domofen verwendet ausschliesslich das VEKA 82 MD-Profil, das einzige PVC-Profil in der Schweiz, das in die Klasse Eco1 eingestuft ist. Einige Produktreihen von Domofen erreichen damit Uw-Werte von bis zu 0,62 W/m²K und übertreffen damit sogar die Anforderungen von Minergie.
Rechtlicher Schutz durch die 10-jährige Garantie
Um die durch das neue OR 2026 entstandene dreijährige Rechtslücke zu schließen (wonach der Schreiner zwar fünf Jahre haftet, von seinen Lieferanten jedoch oft nur für zwei Jahre abgesichert ist), bietet Domofen eine 10-jährige Garantie an. Dieser vertragliche Schutz verringert das finanzielle Risiko für den Schreiner erheblich und gewährleistet den Bauherrn den dauerhaften Erhalt seines Bauwerks.
Eine lokale CO₂-Bilanz
Mit der CO-Verordnung 2026 wird die geografische Nähe zu einer Voraussetzung für die Einhaltung der Vorschriften. Die Produktion von Domofen erfolgt ausschließlich in Courgenay (Jura). Dadurch werden kurze Transportwege gewährleistet, was automatisch den durch den Transport verursachten Energieaufwand senkt. Zudem ermöglicht dies einen extrem schnellen Kundendienst (innerhalb weniger Tage statt manchmal mehrerer Wochen bei Importen), der unerlässlich ist, um das zwingende Recht auf eine Sanierung innerhalb einer angemessenen Frist zu wahren.
- Pour l'architecte : « Zéro calcul ». L’utilisation de composants Eco1 simplifie la certification Minergie-ECO ou SNBS en validant d'office les critères les plus sévères (énergie grise < 400 kWh/fenêtre).
- Für den Schreiner: „Null Risiko“. Die 10-jährige Garantie schützt die Gewinnmargen vor neuen gesetzlichen Verpflichtungen und gewährleistet vorrangigen Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen, bei denen die höchste ecobau-Priorität verlangt wird.
- Für den Investor: „Garantierter Wert“. Die Einhaltung der Standards von 2026 gewährleistet eine Wertsteigerung der Immobilie von 3 % bis 7 %. Sie schützt die Immobilie vor thermischer Veralterung und beinhaltet eine erweiterte Garantie.
Im Jahr 2026 ist die Wahl eines Fensters nicht mehr nur ein einfacher Bestandteil der Gebäudehülle, sondern der Garant für die rechtliche und finanzielle Tragfähigkeit eines Immobilienprojekts. Wer sich für Fenster und Türen der Serie Domofen Eco1 entscheidet, hat die graue Energie im Griff und sorgt so für einen nachhaltigen, gesunden und zertifizierten Immobilienwert.





