PVC in der Westschweiz

Erfahren Sie, was Fachleute aus der Baubranche wirklich denken. 

Eine Meinungsumfrage unter mehr als 200 Fachleuten aus der Baubranche im Jahr 2025.

PVC in der Westschweiz: Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 200 Fachleuten

PVC ist heute auf dem Fenstermarkt in der Westschweiz weit verbreitet (47 % der in der Schweiz eingebauten Fenster). Dennoch ist sein Image umstritten, insbesondere bei bestimmten Entscheidungsträgern. Warum stösst ein so häufig verwendetes Material weiterhin auf Vorbehalte? Welche Vorstellungen halten sich hartnäckig und in welchen Bereichen sind die Diskrepanzen zwischen Nutzung und Überzeugung am ausgeprägtesten? Um diese Fragen sachlich zu beleuchten, hat Domofen eine Studie unter Baufachleuten in der Westschweiz durchgeführt.


Eine Umfrage unter mehr als 200 Fachleuten

Zwischen September und Dezember 2025 wurden 185 verwertbare Antworten gesammelt von:

  • Tischler, spezialisiert auf Türen und Fenster
  • Architekten
  • Generalunternehmen und Akteure der Baubranche

Das Ziel bestand nicht darin, für einen bestimmten Werkstoff einzutreten, sondern die tatsächlichen Wahrnehmungen von PVC zu verstehen, die anhaltenden Hemmnisse zu identifizieren und die für die einzelnen Berufsgruppen spezifischen Entscheidungslogiken zu analysieren. Diese Studie zielt somit darauf ab, eine Debatte zu objektivieren, die oft von individuellen Erfahrungen, Verschreibungsgewohnheiten und Vorurteilen geprägt ist.

Massive Nutzung, differenzierte Zustimmung

In der Stichprobe geben 87,6 % der befragten Fachleute an, PVC in ihren Projekten zu verwenden. Diese Zahl bestätigt die starke Verankerung des Materials auf dem Markt in der Romandie.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass die Verwendung pragmatisch bleiben kann, ohne systematisch gefordert und übernommen zu werden: PVC wird aufgrund seiner technischen Leistungsfähigkeit oder seiner wirtschaftlichen Positionierung ausgewählt, ohne immer als Überzeugung zu gelten.

Mit anderen Worten: Eine Übernahme bedeutet nicht zwangsläufig eine Zustimmung.

Ästhetik und Schweißnähte: ein wichtiger Spannungsfaktor

Einer der auffälligsten Unterschiede betrifft die Wahrnehmung von Schweißnähten. In diesem Punkt ist der Unterschied zwischen Kunden und Nichtkunden am deutlichsten, und noch deutlicher ist er zwischen Architekten und Verlegern.

Dieses Ergebnis zeigt, dass es sich hierbei nicht nur um eine technische Frage handelt: Es geht um das Erscheinungsbild, die wahrgenommene Darstellung und die visuelle Integration (Winkel, Feinheit, Homogenität).

Die Studie zeigt auch eine Diskrepanz zwischen bestimmten Kritikpunkten, die historisch mit Standardproduktreihen verbunden sind, und der Unkenntnis über die jüngsten Entwicklungen (präzisere Montagen, verbesserte Oberflächen).


Ein deutlicher Unterschied beim CO2-Fußabdruck

Die Umweltauswirkungen von PVC sind nach wie vor ein sensibles Thema. Ein Teil der Befragten äußerte erhebliche Bedenken hinsichtlich seines CO2-Fußabdrucks.

Die Daten aus vergleichenden Ökobilanzanalysen (Ökobilanz) lassen jedoch ein differenzierteres Bild erkennen, insbesondere im Vergleich zu Aluminium über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die Studie zeigt eine Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und verfügbaren technischen Daten auf. Diese Diskrepanz unterstreicht die Bedeutung klarer und aktueller Informationen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Entscheidungskriterien, die je nach Beruf variieren

Die Studie bestätigt, dass sich die Prioritäten je nach Rolle des Fachmanns unterscheiden:

  • Für die Installateure steht das Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelpunkt.
  • Für die Architekten stehen Ästhetik und visuelle Integration im Vordergrund.
  • Generalunternehmer treffen ihre Entscheidungen in erster Linie im Hinblick auf die Gesamtoptimierung des Projekts (Kosten, Fristen, Einhaltung der Vorschriften).

Energieeffizienz gilt heute weitgehend als selbstverständlicher Standard. Die Debatte verlagert sich zunehmend auf das Erscheinungsbild, die architektonische Kohärenz und die wahrgenommene Glaubwürdigkeit des Materials.

Ein echtes Entwicklungspotenzial

Aus der Analyse lässt sich eine wichtige Erkenntnis ableiten: Ein erheblicher Teil der geäußerten Erwartungen entspricht Lösungen, die bereits auf dem Markt erhältlich sind.

Das Hindernis ist also nicht nur technologischer Natur. Es hängt auch mit der Sichtbarkeit von Innovationen, konkreten Referenzbeispielen und der Verbreitung aktueller Informationen zusammen.

Die Studie zeigt zudem, dass eine Mehrheit der Fachleute bereit ist, ihre Sichtweise auf der Grundlage von Fakten und konkreten Beispielen zu ändern.

Laden Sie die vollständige Studie kostenlos herunter