Ein Fenster zu planen bedeutet, ein Projekt in Angriff zu nehmen. Das Material muss in Besprechungen überzeugen, die Zahlen lassen sich anhand von Belegen begründen.
Diese Broschüre fasst zusammen, welche Unterlagen ein Planer vorlegen muss und welche Auswirkungen ein Eco1-zertifiziertes PVC-Fenster auf die Zertifizierungsunterlagen hat.
47 % der in der Schweiz eingebauten Fenster bestehen aus PVC. Sein Image ist jedoch nach wie vor umstritten, insbesondere bei den Planern.
Eine im Jahr 2025 unter 185 Fachleuten aus der Bauindustrie in der Romandie durchgeführte Studie verdeutlicht die Diskrepanz: 87,6 % geben an, diese Technologie zu nutzen, doch Nutzung ist nicht gleichbedeutend mit Akzeptanz. Die Vorbehalte betreffen vor allem die Ästhetik der Schweißnähte und den CO₂-Fußabdruck – zwei Themen, bei denen sich die Daten schneller entwickelt haben als die Vorstellungen.
Die Broschüre behandelt beide Aspekte gleichermaßen und stützt sich dabei eher auf vergleichende Lebenszyklusanalysen als auf bloße Behauptungen.
Bei den Verbindungsstellen ist die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen Planern und Monteuren am deutlichsten, was vor allem auf einen impliziten Vergleich mit Standardproduktreihen von vor fünfzehn Jahren zurückzuführen ist. Eine rechtwinklige Verbindung auf beiden Seiten, die bei einer der Produktreihen standardmäßig verfügbar ist, bildet den scharfen Winkel eines traditionellen Holzrahmens nach und verschiebt diese Debatte völlig.


Das ist der Punkt, der am meisten bewirkt und zugleich am wenigsten bekannt ist.
Fünfundzwanzig Jahre lang hatte das ecobau-System PVC de facto aus der Kategorie Eco1 ausgeschlossen. Seit September 2023 ist das von Domofen verwendete Profilsystem dort zertifiziert: Es handelt sich um das erste PVC-Fenster in der Schweiz, das in der höchsten Prioritätsstufe von ecoDevis eingestuft wurde.
Bei einem Minergie-ECO-, Minergie-P-ECO- oder SNBS-Projekt sowie bei einem öffentlichen Bundesauftrag ordnen die ecoDevis die Materialien nach ihrer ökologischen Priorität ein. Ein Material der ersten Priorität maximiert die Punktzahl; ein Material der zweiten Priorität wird akzeptiert, verringert die Punktzahl jedoch. Die Einstufung richtet sich nach dem Profil, nicht nach dem Hersteller.
Sieben Isolierkammern, 3,0 mm dicke Außenwände, eine Tiefe von 82 mm, Verstärkungen aus verzinktem Stahl sowohl am Rahmen als auch am Flügel sowie serienmäßige Dreifachverglasung.
In Zahlen: Ein Uw-Wert von bis zu 0,62 W/m²K, der deutlich unter dem für Minergie-P festgelegten Grenzwert von 0,8 liegt. Eine Schalldämmung von bis zu 46 dB, die den Straßenlärm von 75 dB auf 30 dB senkt – was dem Niveau eines ruhigen Gesprächs entspricht.
Die Steifigkeit des Profils hat eher konstruktive als technische Auswirkungen: Sie ermöglicht den Einsatz großer Abmessungen und schwerer Dreifachverglasungen mit einer Stärke von 48 bis 52 mm ohne sichtbare Verstärkungen und mit geringer Verformung im Laufe der Zeit.


Eine Zertifizierung ist so viel wert, wie die Stelle, die sie ausstellt, und wie viel Aufwand sie Ihnen erspart, den Sie sonst zum Nachweis aufwenden müssten.
Das Merkblatt fasst auf einer Seite alle geltenden Anforderungen zusammen: die Produktnorm EN 14351-1 mit CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung auf Anfrage, die Klasse A gemäß DIN EN 12608, die Einhaltung der energetischen Anforderungen nach SIA 2009 380/1, die Einbruchwiderstandsklassen gemäß EN 1627 sowie das Swiss Label.
Jede Zeile enthält dort nicht nur die Überschrift, sondern auch die konkrete Änderung, die sie für einen Vorgang mit sich bringt.
Zwei nützliche Hinweise für die Entwurfsphase: Die Leistungserklärung wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt, sodass sie bei der Einreichung nicht erst neu erstellt werden muss. Außerdem wird die Einbruchhemmungsstufe bei der Bestellung ausgewählt, wobei die Basisstufe serienmäßig ist und höhere Stufen optional erhältlich sind – sofern sie für die jeweiligen Produkte zertifiziert sind.
Domofen verkauft nicht direkt an Endkunden und führt auch keine Montagen durch. Die Fenster werden von einem Netzwerk aus 270 aktiven Partner Schreiner n eingebaut, die in den jeweiligen Produktreihen geschult sind.
Für einen Planer bedeutet dies: einen technischen Ansprechpartner auf Herstellerseite für Fragen zur Leistung und Zertifizierung sowie einen lokalen Verleger für die Ausführung. Diese beiden Rollen bleiben voneinander getrennt.
Vier Produktreihen decken die verschiedenen Anwendungsfälle ab: die Basisausführung in Weiß, die Farbpalette mit über 60 Oberflächenausführungen, die beidseitige 90°-Verbindung für den Denkmalschutzbereich und die Aluminiumverkleidung auf PVC-Rahmen für zeitgenössische Projekte. In der Broschüre werden alle einzelnen Produktreihen ausführlich beschrieben.
Eine Einschränkung, die Sie vor dem Entwerfen beachten sollten: Die rechtwinklige Verbindung erfordert gerade Profile; sie ist daher bei gebogenen, trapezförmigen oder rundbogenförmigen Formen nicht möglich. Bei solchen Öffnungen in denkmalgeschützten Gebäuden muss die Frage von Fall zu Fall mit der Gemeinde und der kantonalen Denkmalschutzbehörde geklärt werden.
