HFL: Die Optik von Holz ohne dessen Einschränkungen

Holz besticht durch seine Maserung und die Art und Weise, wie es gemeinsam mit dem Haus altert. Außerdem muss es alle fünf bis acht Jahre gepflegt werden.

Dieser PDF-Leitfaden erklärt anhand von sechs Fragen, wie eine bestimmte Bauweise diese Ästhetik vermittelt, ohne dass das Holz gepflegt werden muss.

HFL: Die Optik von Holz ohne dessen Einschränkungen

Was das Holz gibt und was es verlangt

Ein Holzfenster ist nicht nur ein Rahmen. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Ort eine Geschichte hat, und niemand stellt seine ästhetische Qualität ernsthaft in Frage.

Der Rest ist eher prosaisch. Eine Lasur, die alle fünf bis acht Jahre erneuert werden muss, da das Holz sonst seinen Glanz verliert und Risse bekommt. Rahmen, die sich im Laufe der Temperaturwechsel ausdehnen und zusammenziehen. Ein Preis, der deutlich über dem eines vergleichbaren PVC-Fensters liegt, bei oft geringerer Wärme- und Schalldämmung. Und ein Wartungsaufwand, der niemals endet.

Die Frage lautet also ganz konkret: Kann man die Ästhetik von Holz bewahren, ohne sich um die Pflege, die Alterung und die zusätzlichen Kosten kümmern zu müssen?

Domofen-PVC-Fenster in Holzoptik
Doppelseite aus dem Domofen-Leitfaden: Was ist die hfl-Technologie?

Was ist die HFL-Technologie?

Fast alle auf dem Markt erhältlichen PVC-Fenster werden auf Gehrung gefertigt: Die Profile werden im 45°-Winkel zugeschnitten und anschließend verschweißt. Diese Technik ist effizient und weit verbreitet, hinterlässt jedoch an den Ecken eine diagonal verlaufende, sichtbare Fuge. Bei seitlichem Lichteinfall verrät diese Linie, dass es sich um ein industriell gefertigtes Fenster handelt.

HFL, kurz für „Holz Fenster Look“, bezeichnet eine rechtwinklige Verbindung an beiden Seiten des Fensters. Die Fuge verläuft senkrecht, genau wie in der traditionellen Holzschreinerei. Der Winkel ist scharf.

Domofen ist der einzige Hersteller in der Schweiz, der diese Technik beidseitig anbietet. Sie ist standardmäßig in der DomoSign-Produktreihe integriert.

HFL, Holzoptik, Oberflächen: Nicht verwechseln

Häufig kommt es zu Verwechslungen, die beim Vergleich zweier Angebote zu hohen Kosten führen. HFL bezeichnet den 90°-Winkelschnitt. Die Holzoptik bezeichnet eine auf das Profil aufgebrachte Dekorfolie. Die beiden Optionen sind voneinander unabhängig.

HFL ist in Weiß, Anthrazitgrau oder Mattschwarz erhältlich. Sie können sich auch für eine Holzoptik mit 45°-Verbindung entscheiden, allerdings bleibt die diagonale Fuge aus der Nähe sichtbar. Stellen Sie die Frage daher wie folgt: Sind Ihre Profile im 45°- oder im 90°-Winkel verbunden?

Was die Oberflächenausführungen angeht, umfasst der Katalog mehr als 60 Varianten, darunter 22 Holzimitate. Hinzu kommen Grautöne, Mattschwarz, samtige Ultramatt-Oberflächen und freie RAL-Farben. Eine Einschränkung, die vor der Planung des Projekts zu beachten ist: HFL erfordert gerade Profile und ist daher nicht für gebogene oder trapezförmige Formen erhältlich.

Doppelseite aus dem Domofen-Katalog: hfl, Holzoptik, Oberflächen: Nicht verwechseln
Domofen-Fenster und Schallschutz

Die Leistung und der Preis

Die Entscheidung für ein ansprechendes Design darf nicht auf Kosten des Komforts gehen. Genau hier enttäuschen viele Alternativen zu Holz.

HFL basiert auf einem Profil der Klasse A gemäß EN 12608, sieben Isolierkammern, 3,0 mm starken Außenwänden und Verstärkungen aus verzinktem Stahl. Die Dreifachverglasung gehört bei der DomoSign-Serie zur Serienausstattung. In Zahlen ausgedrückt: ein Uw-Wert von bis zu 0,62 W/m²K und eine Schalldämmung von bis zu 46 dB, wodurch der Lärmpegel einer belebten Straße auf das Niveau eines ruhigen Gesprächs gesenkt wird.

Was den Preis angeht, müssen Sie mit etwa 15 % Mehrkosten gegenüber einem Standard-PVC-Fenster mit derselben Ausstattung rechnen. Im Vergleich zu Echtholz hingegen fällt der Preisunterschied deutlich zugunsten von PVC aus: In der Schweiz ist es im Durchschnitt 40 bis 50 % günstiger. Über einen Zeitraum von vierzig Jahren vergrößert sich der Preisunterschied noch weiter: keine Kosten für das Nachstreichen mit Lasur, kein vorzeitiger Austausch aufgrund von Rissen.

Altbau oder Denkmalschutzgebiet: Ist das möglich?

Viele glauben, dass im Denkmalschutzbereich ausschließlich Echtholz zulässig ist. Das trifft nicht immer zu, doch die Entscheidung wird stets von Fall zu Fall getroffen.

Für zeitgemäße Sanierungen und gemischte Kontexte ist HFL eine überzeugende Alternative. Vier Kriterien werden von der Gemeinde und der kantonalen Behörde geprüft: die Proportionen, der Rhythmus der Aufteilung, die Farbnuance und die Feinheit des Fugenwinkels. Was diesen letzten Punkt betrifft, ist der scharfe Winkel des HFL besser geeignet als eine Gehrungsfuge.

In streng geschützten Gebieten wird die Genehmigung weiterhin von Bauvorhaben zu Bauvorhaben geprüft. Kein Hersteller kann diese im Voraus garantieren, und ein Fachmann, der dies behauptet, sollte Sie stutzig machen. Erkundigen Sie sich bei der Gemeinde, bevor Sie unterschreiben, und lassen Sie ein Beschreibungsdossier mit Schnitten, Farbton und Maßen erstellen.

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